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Bildung, Freizeit, Kultur

Ausstellung Jugendstilzinn

Cakesdose von Kayserzinn nach einem Entwurf von Hugo Leven, 1900/01.

© Kreismuseum Zons

KAYSERZINN. Kunst und Handwerk – Ein Weg

Neukonzeption der Dauerausstellung

ab 12.2.2012

Über Jahrzehnte hinweg waren Erzeugnisse des „Jugendstils“ der Inbegriff des „Nichtausstellbaren“. Das galt im Besonderen für Gegenstände aus Zinn. Es ist daher in erster Linie Sammlern zu verdanken, die sich Ende der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts als Erste, noch vor den Museen und den Kunsthistorikern, dieser Zeit und dem Zinn zuwandten. Die damals sicher größte Kollektion trug Giorgio Silzer zusammen, die das KreisMuseum Zons seit 1979 beherbergt und ausbaut.

Der quantitativ größte Bestand der rund 1.600 Objekte der Zonser Sammlung ist nach wie vor das KAYSERZINN. Das Kölner Museum für Angewandte Kunst hat nun den ersten umfassenden Werkkatalog herausgebracht, in dem fast alle Objekte aufgeführt sind, die der Kölner Engelbert Kayser ab 1895 mit der Marke KAYSERZINN herausbrachte und die in Krefeld bei J.P. Kayser Sohn gegossen wurden.

Engelbert Kayser (1840-1911), Galerist und selbst Zinngießer von Beruf, verstand es, junge Künstler für das Material Zinn zu gewinnen und in Köln dafür ein eigenes Künstleratelier einzurichten. Der wichtigste Gestalter ist zweifelsohne Hugo Leven (1874-1956), der als 21-jähriger in das Atelier eintrat und dort bis 1904 wirkte. 1899 kam der Bildhauer Hermann Fauser (1874-1947) hinzu und beide entwickelten den für Kayserzinnobjekte so berühmten „plastischen“ Stil, der die expressiven Materialeigenschaften des Zinns in höchste künstlerische Ästhetik umsetzt. Goldmedaillen in Paris (1900), Düsseldorf (1902), Turin (1902) und St. Louis, USA (1904) unterstreichen die Bedeutung der künstlerischen Entwürfe.

 





Weitere Informationen:

© 2010 Rhein Kreis Neuss, Letzte Aktualisierung: 20.04.2012


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